Artikel mit Schlagwort ‘ Allgemein ’

Projekt #fiblo12

Bei Twitter wurde vor kurzem angeregt, dass die deutschen/deutschsprachigen Wirtschafts-Blogger sich untereinander besser verknüpfen und ggf. gemeinschaftlich arbeiten könnten. Diese Idee finde ich sehr gut – und auch von weiteren Bloggern kamen positive Reaktionen. Unter dem Twitter-Hashtag #fiblo12 finden sich bereits einige Beiträge.

Da auf 140 Zeichen eine ausführlichere Abstimmung nur schwer möglich ist, beginne ich mal mit meinem, bereits auf Twitter geposteten Vorschlag.
Anlass war ein Bericht in der Wirtschaftswoche. Die Stiftung Warentest hat (mal wieder) die Kreditvergabepraxis von Filial- und Direktbanken überprüft. Die Ergebnisse waren (auch mal wieder) unschön (mit “katastrophal” wird  der Finanztest-Chefredakteur zitiert). Am Ende des Artikels weist Rolf Tilmes, Leiter des Private Finance Institute an der EBS European Business School, auf die mangelhafte finanzielle Grundbildung der (deutschen) Privatanleger hin.

An dieser Stelle können die Blogs ansetzen und gemeinsam versuchen, die finanzielle Grundbildung ihrer Leser zu verbessern. In Dirk Elsners MindMap mit den deutschen Wirtschaftsblogs lässt sich ablesen, wie viel Wissen bereits vorhanden ist. Wenn man dieses Wissen bündelt und untereinander verlinkt, sollte eine sehr gute Grundlagenserie herauskommen.

Mein Vorschlag ist, dass alle interessierten Wirtschaftsblogger zunächst eine Liste zusammenstellen, auf der die ihrer Meinung nach wesentlichen finanziellen Grundlagen aufgeführt werden. Mir persönliche läge da z.B. der Zusammenhang von Rendite und Risiko am Herzen. Wenn eine solche Liste erstellt wurde, kann sich jeder Blogger 1-2 Themen aussuchen und dazu einen Beitrag verfassen. Entweder werden alle Beiträge auf einem Blog zentral veröffentlicht und die beteiligten Blogger verlinken jeweils darauf oder jeder Autor veröffentlicht auf seinem eigenen Blog und die anderen verlinken die Artikel dieser Finanzgrundlagen-Serie. Aus Traffic-Aspekten ist vermutlich die zweite Variante die bessere.
Ausserdem würde ich vorschlagen, dass zum Erreichen einer möglichst breiten Leserschaft möglichst allgemeinverständlich geschrieben wird – wir leben (und schreiben) ja manchmal sehr tief in unserer Wirtschaftswelt. Damit liefern wir oftmals eine hohe Qualität, vergraulen aber möglicherweise viele interessierte “Laien”.

In den Kommentaren freue ich mich über Feedback und Vorschläge von Bloggern und Lesern!

Buchempfehlungen

Finanz.de hat 100 Blogger gebeten, ihre Lieblingsbücher zum Thema Finanzen zu nennen.

Die Liste, die dabei herausgekommen ist, möchte ich hier gern verlinken:

Buchfavoriten der Finanzblogger

Da sind einige sehr spannende Bücher dabei – Lesestoff für die Osterferien?

In eigener Sache #2

Und schon wieder eine Mitteilung in eigener Sache:

seit einiger Zeit leite ich den neu gegründeten Studienort der Internationalen Berufsakademie IBA in Kassel.

Banner und Link finden sich unter meiner weiterhin bestehenden Unternehmensberatung.

Für die IBA Kassel suchen wir nun Unternehmen, die Interesse an einer dualen Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte haben. Innerhalb von drei Jahren führen wir die Mitarbeiter zu einem anerkannten Bachelorabschluss in BWL, Wirtschaftsinformatik und Ingenieurwesen. Selbstverständlich suchen wir auch Studenten, die Studium und Praxiserfahrung verbinden möchten. Bei Bedarf vermitteln wir Unternehmen bzw. Studenten.

Weitere Informationen finden sich auf unserer Homepage, wir beantworten gern alle Fragen.

Warum sich bloggen lohnt…

…und ich viel häufiger Artikel veröffentlichen sollte.

Nachdem ich nun bereits seit einiger Zeit blogge und immer wieder Fragen beantworten muss, die sich hauptsächlich kategorisieren lassen in:

- Du musst ja viel Zeit haben!?

- Was bringt das denn?

habe ich vor kurzem eine überraschende Bestätigung erhalten. Und davon will ich gleich berichten.

Mit meinem Blog besetze ich eine Nische, die nicht nur relativ wenige Menschen interessiert, sondern spätestens seit der Finanzkrise auch in der öffentlichen Meinung nicht gut gelitten ist. Vor einiger Zeit berichtete das Wall Street Journal, dass Investment Banker neuerdings als Beruf lieber Pornodarsteller angeben würden, als ihre tatsächliche Profession zuzugeben. Soweit bin ich noch nicht!

Dennoch verzeichnet mein Blog steigende Besucherzahlen, womit ich ganz zufrieden bin. An dieser Stelle vielen Dank an meine Leser.

Und nun mein aktueller persönlicher Grund weiter zu bloggen:

Die EU-Kommission hat im letzten November eine “Public Consultation on Credit Rating Agencies” veröffentlicht und um Antworten auf die darin enthaltenen Fragen gebeten. Daran habe ich mich beteiligt und u.a. auf mein Modell zum Ratingmarkt hingewiesen. Weil ich noch einige Fragen hatte, habe ich in Brüssel angerufen und mit einem Mitglied der Kommission sprechen können (herzlichen Dank und viele Grüße). Als ich den Hintergrund erläuterte sagte mein Gesprächspartner: Sie betreiben doch das Blog “All about Banking” und haben sich dort über eine Europäische Ratingagentur geäussert….

Do I have to say more ?

Wenn die EU-Kommission mein Blog kennt und liest, habe ich meine Ziele übererfüllt. Und dazu musste ich weder Journalisten überzeugen, die sich natürlich nicht so tief in ein Thema hineindenken können, weil sie dafür gar keine Zeit haben. Noch musste ich die Ochsentour über eine wissenschaftliche Veröffentlichung gehen, deren Kriterien nicht immer nachvollziehbar sind. Diese traditionellen Gatekeeper verlieren ihre Macht, wenn sich denn Leser finden, die das Blog für interessant halten. Und sei es nur einer. Von der EU-Kommission. :)

Darüber hinaus entstehen interessante Kontakte zu anderen Bloggern, die viele Gedankenanstösse liefern. In diesem Sinne möchte ich auf die MindMap der deutschsprachigen Wirtschaftsblogs des Blicklogs verweisen.

Und u.a. darum lohnt sich das Bloggen.

Merry Christmas

Allen Lesern wünsche ich schöne Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!

The perfect husband

Keeping my readers busy

Heute nur ein kurzer Link auf die Seite businesspundit. Dort findet sich eine hervorragende Zusammenstellung der

20 Must-See Business TED Talks

Es finden sich u.a. Videos der Reden von Steve Jobs, Seth Godin, Bill Gates, Malcolm Gladwell.

Viel Spass.

Unternehmen Europa

Gastbeitrag von Michael Multhaupt:

Buchvorstellung – “Unternehmen Europa”

Dieses Jahr ist das Fachbuch „Unternehmen Europa“ – grenzüberschreitende Unternehmensansiedlung zwischen Belgien und Deutschland unter dem Aspekt der gesellschaftsrechtlichen, steuerrechtlichen und sozialrechtlichen Optimierung vom Verlag better-solutions erschienen. Die fünf Autoren sind David Chantraine, Axel Gierspeck, Dirk J. Lamprecht, Andreas Koch und Michael Multhaupt. Die Autoren sind Experten in Wirtschaftsrecht, Unternehmensberatung und Steuerrecht.

Durch das Buch sollen deutsche Investoren und Unternehmer auf die Vorzüge des belgischen Rechtssystems hingewiesen werden, wobei praktische Tipps bezüglich der Unternehmensansiedlung in Belgien aufgezeigt werden. Aufgrund der Grundrechte des freien Warenverkehrs, des freien Dienstleistungsverkehrs, der freien Niederlassung – vorgesehen in den Grundrechten der europäischen Charta – sollte es den europäischen Unternehmer und Investoren durchaus möglich sein, ihre Aktivität in dem gesamten europäischen Raum zu organisieren und somit neue Märkte zu erschließen.

Durch die Fachpraxis der Autoren werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch die Erschließung von neuen Märkten und neuer Gelegenheiten die Vermögenssituation eines jeden Unternehmens gesteigert werden kann und somit die europäische Wirtschaft in der globalisierten Welt konkurrenzfähiger wird. In der europaweiten Finanzdiskussion wird derzeit suggeriert, jeder Geldtransfer ins Ausland sei fast automatisch “illegal”. Tatsächlich gilt der europäische Grundsatz des freien Kapitalverkehrs. Er ist Grundlage des europäischen Rechts. Investitionen in die Wirtschaft Europas müssen geschützt und gefördert werden, unabhängig davon, welche Grenzen sie dabei überschreiten. Wirtschaftliches Engagement in einem europäischen Nachbarland, auch für kleine und mittlere Unternehmen, kann aufgrund bestehender bilateraler Abkommen wirtschaftliche und steuerliche Vorteile bieten. Hinzu kommen weitere erhebliche Vorteile durch länderspezifische Gesetze, Regelungen und Verordnungen. Diese Vorteile können neben monetärer Art auch höhere Steuerfreibeträge oder Steuerbefreiungen sein. In dem Buch werden Chancen und Risiken erläutert. Des weiteren werden an konkreten Beispielen Vergleiche zwischen Deutschland und Belgien geführt und die landestypischen Vor- und Nachteile herausgearbeitet.

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Michael Multhaupt

Update Finance Blog of the Year

Warnhinweis: dieser Blog war nominiert zum Finance Blog of the Year 2010, hat es aber leider nicht in die Runde der 15 Finalisten geschafft. Ein gewisses Maß an verletzter Eitelkeit ist bei den folgenden Anmerkungen nicht vollständig auszuschliessen.

Begonnen hat die Geschichte mit einer E-Mail am 16.02., in der mir mitgeteilt wurde, dass mein Blog die erste Hürde gemeistert habe. Meinem Post ist zu entnehmen, dass ich diese Mail fehlinterpretiert habe – es war noch nicht die Finalistenrunde. Andere Blogbetreiber unterlagen jedoch auch diesem Irrtum, die Formulierung von smava war nicht ganz eindeutig.

Egal, mir wurde als Nominee offiziell erlaubt, das Wettbewerbslogo in meine Seite einzubinden. Interessanterweise führt der Link dann nicht zum Wettbewerb, sondern auf die smava-Homepage. Und dort findet sich zunächst kein Hinweis auf den Finance Blog of the Year Wettbewerb. Dieser ist erst im smava-Blog zu finden.

Ab dem 22.02. sollte dann das Voting der Leser stattfinden – immerhin war die Seite mit den Finalisten und der Abstimmung am 23.02. abends online. Über Twitter hat smava auf meine Frage leider nicht reagiert. [Edit 1: Der Blogbeitrag ist auf den 22.02. datiert....langsame Internetverbindung vermutlich.]

Auch die fünf Jury-Mitglieder wurden vorgestellt: T. Hahn, T. Clark, G. Janecke, B. Schneider.
Der geneigte Leser mag gern mal nachzählen. [Edit 2: gerade gesehen: mit Stand 24.02./18:50h wurde dies auf vier korrigiert. Bitteschön - keine Ursache!]

Interessant finde ich auch, dass es der Blog eines Jury-Mitglieds in die Endrunde geschafft hat. Sollte zur Vermeidung von Interessenkonflikten die Jury nicht mit Leuten besetzt sein, die keinen eigenen Blog im Finanzbereich betreiben? Oder sollte dieser dann zumindest nicht am Wettbewerb teilnehmen?
[Edit: aufgrund der Kritik wurde der "Bankingblog" von dem Jury-Mitglied Hahn aus dem Wettbewerb genommen, s.a. smava-Beitrag]

Diese Aussagen betreffen selbstverständlich nur den Ablauf und die Organisation des Wettbewerbs durch die Initiatoren. Die Qualität der ausgewählten Finalisten-Blogs ist durchweg gut und ich drücke allen Teilnehmern die Daumen.

UPDATE (25.02.): smava hat sich in einem Blogbeitrag zu den Kritikpunkten geäußert. Ich bin der Meinung, dass das Unternehmen damit angemessen mit der Kritik umgeht und hoffe, dass im kommenden Jahr der Wettbewerb wieder stattfindet – organisatorisch optimiert aufgrund der Erfahrungen dieses Jahres.

Natürlich ist dieser Wettbewerb für das Unternehmen smava ein gutes und günstiges PR-Instrument. Das bedeutet auch nicht, dass die Idee zu dem Wettbewerb eine schlechte ist. Einige gute Blogs habe ich erst durch den Wettbewerb entdeckt. Und eine verbesserte Vernetzung der Autoren ist sicher zu begrüßen (in diesem Sinne möchte ich auf meine Blogroll hinweisen).

Herrn Schreyer möchte ich für seinen Kommentar danken und übernehme den Hinweis auf den Beitrag von Herrn Lochmaier.

Herrhausen auch im Handelsblatt

© handelsblatt.com

Das Handelsblatt veröffentlicht in einer Serie Artikel eines Essay-Wettbewerbs, in denen an den von der RAF ermordeten Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, erinnert werden soll. Donnerstags kommen dort verschiedene Herrhausen-Laureaten zu Wort, aktuell Stefan Heß (Handelsblatt Nr. 034 vom 18.02.2010, S. 18, online nur als Premium-Content).

Der Titel des Wettbewerbs lautet:
“ALFRED HERRHAUSEN HEUTE: ETHISCHE GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMERTUMS”
Unternehmer brauchen die Akzeptanz der Gesellschaft
Verantwortungsvolles Handeln stand im Mittelpunkt von Herrhausens Denken. Moderne Unternehmer sollten das wiederentdecken.”

In seinem sehr guten Beitrag wirft Heß die Frage auf, ob Herrhausen aus RAF-Sicht eine Bedrohung für alte Feindbilder war. “Ein moderner Bankmanager mit sozialer Verantwortung und ökologischem Gewissen, der sich sogar für einen Teilschuldenerlass für die Länder der Dritten Welt engagierte – hier drohte das festgefahrene Weltbild der Attentäter aus den Fugen zu geraten.”

Die Lektüre des Handelsblatts ist ohnehin immer lohnenswert, dieser Essay-Wettbewerb ist eine zusätzliche Bereicherung.

(In diesem Blog hat der Gastautor Michael Multhaupt vor einigen Tagen einen Beitrag zu Alfred Herrhausen veröffentlicht.)

NACHTRAG: der Beitrag ist nun online verfügbar.

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