Stellungnahmen zur Neufassung der MaRisk online

© mgm-cp.com
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Auf den Internetseiten der Deutschen Bundesbank sind nun auch die Stellungnahmen der Verbände zu der geplanten Neufassung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement zu finden.

In der Stellungnahme des Bundesverbands der Ratinganalysten und Ratingadvisor e.V. (BdRA) wird dabei weitgehend die von mir an dieser Stelle geäußerte Kritik, insbesondere zu BTO 1.2, übernommen.

Auch der Zentrale Kreditausschuss kritisiert BTO 1.2 Tz. 4 und macht folgenden Vorschlag: „Die ausschließliche Verwendung externer Bonitätseinschätzungen im Rahmen der Kreditentscheidung ist je nach Struktur und Komplexität einer Anlage und dem sich daraus ergebenden Adressenausfallrisiko gegebenenfalls nicht ausreichend.“


Dies sollte eher die Lehre aus der Finanzkrise sein. In ein Regelungswerk passt dieser Satz nicht.


Aus juristischer Sicht ergibt sich m. E. eine weitere Frage zu der geplanten BTO 1.2 Tz. 4 „Die Verwendung externer Bonitätseinschätzungen enthebt das Institut nicht von seiner Verpflichtung, sich ein eigenes Urteil über das Adressenausfallrisiko zu bilden“.

Wird diese gesetzliche Forderung erfüllt, wenn – wie in der Praxis üblich – die Institute eine einheitliche Ratingsoftware ihres jeweiligen Dachverbandes nutzen?

Ist die Nutzung einer einheitlichen Software durch alle Institute geeignet, das geforderte „eigene Urteil“ zu ermitteln?

Die Antwort der Bundesbank zu dieser Frage steht noch aus.

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