Bundesbank fordert geringeren Einfluss der Ratingagenturen

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Die FAZ berichtet heute, dass die Bundesbank auf einer Tagung zur Bankenaufsicht einen geringeren Einfluss der externen Ratingagenturen auf die Kapitalanforderungen fordert. Insbesondere für Verbriefungen und strukturierte Produkte sollte den großen amerikanischen Agenturen keine bevorzugte Stellung mehr eingeräumt werden. Obwohl die Kreditinstitute die Wertpapiere auch mit eigenen Verfahren bewerten, müssen sie zur Ermittlung der aufsichtlichen Risikogewichtung externe Ratings verwenden.

Aufgrund des fehlenden Vertrauens in die Beurteilungen der externen Agenturen wird vorgeschlagen, übergangsweise eine Standardrisikogewichtung für Verbriefungen einzuführen. Damit soll die prozyklische Wirkung der Basel II-Regeln verringert werden, da die Eigenkapitalanforderungen der Banken in diesem Fall durch eine Ratingherabstufung nicht mehr beeinflusst werden.

Da die Bundesbank den Ratingagenturen explizit das Vertrauen abspricht und implizit die bankinternen Verfahren für zumindest gleichwertig befindet, stellt sich die Frage, warum sich der Vorschlag lediglich auf Verbriefungen bezieht.

Es existiert schliesslich ein Modell, das die Kreditinstitute bei Bonitätsbewertungen aufsichtlich auf eine Stufe mit den Ratingagenturen stellt.

>> Modell zur Förderung des Wettbewerbs und der Transparenz auf dem Ratingmarkt

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