Entmachtung der Ratingagenturen?

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Die Financial Times Deutschland schreibt heute, dass die US-Börsenaufsicht den Startschuss zur Entmachtung der Ratingagenturen gegeben hat. Zukünftig solle „eine Reihe von Wertpapieren von der Pflicht zu einer Bewertung der Risiken durch die Agenturen“ befreit werden.

Grundsätzlich ist dieser Beschluss zu begrüssen, da bislang bei Wertpapieremissionen in den USA für die Unternehmen die Verpflichtung bestand, Ratings von Standard & Poor’s und Moody’s einzuholen. Damit wurde das Duopol regulatorisch zementiert.

Es stellt sich jedoch die Frage, was an die Stelle der Ratings der beiden großen Agenturen tritt? Wettbewerber, die diese Aufgabe übernehmen könnten, existieren nicht. Wie sollen also Anleger das Risiko der Papiere einschätzen können? Und wie soll man überprüfen, ob der angebotene Zinssatz dem jeweiligen Risiko des Papiers entspricht?

Bis sich neue Anbieter etabliert haben und von allen Marktteilnehmern akzeptiert werden, müssen sich S&P, Moody’s und Fitch noch nicht fürchten.

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