Risks of Quantification

Heute mal wieder ein Link zu einem extrem lesenswerten Beitrag des Harvard Business Review:
http://blogs.hbr.org/cs/2011/05/the_risks_of_quantification.html

In dem Artikel wird sehr gut dargestellt, was ich meinen Studenten seit langem sage:
mathematische Modelle scheinen Präzision und Objektivität zu liefern, die in der Realität nicht gegeben sind. Und wenn man die Modelle anwendet, muss man sie nicht einmal verstehen.

„This uncritical acceptance amounts to the assumption that reality is identical to our rational reconstruction of reality — for example, that the economy or the stock market is captured by our latest model.“

Und weiter: „Because they [the complex mathematical models] give people like CEOs and politicians the idea that everything is understood and under control, these models often have the perverse effect of generating new, unanticipated problems.“

Der Autor beendet den Beitrag mit der Aussage, dass Unsicherheit unausweichlich sei. Und allein das Anerkennen dieser Tatsache hilft, sich der Realität anzunähern („Admitting uncertainty means facing reality“).

Ich bin der Meinung, dass man neben der Unsicherheit auch Unwissen (Ignorance) berücksichtigen sollte. Aber das Thema Ignorance ist einen eigenen Blogbeitrag (eigentlich ein neues Buch von mir) wert.

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