Ratingagentur einigt sich aussergerichtlich

Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat sich in einem Rechtsstreit mit der US-Regierung und dem Pensionsfonds Calpers geeinigt. Laut CNN zahlt S&P knapp 1,4 Milliarden US-Dollar wegen falscher Ratings für Mortgage Backed Securities. Diese fehlerhaft bewerteten Hypotheken-Kredite waren Auslöser der Finanzkrise in 2008. Die Hälfte der 1,4 Mrd. Dollar erhalten 19 US-Bundesstaaten, die andere Hälfte die US-Regierung. Zusätzlich erhält der kalifornische Pensionsfonds 125 Millionen Dollar, da er bei weiteren Transaktionen durch fehlerhafte Ratings getäuscht wurde.

Sprecher von S&P behaupten, die Einigung sei im Interesse des Unternehmens und seiner Eigentümer getroffen worden. Es seien keine Gesetzesverstöße durch die Ratingagentur nachgewiesen worden.

Bereits im Januar hatte S&P 58 Mio. US-Dollar an die Börsenaufsicht SEC und 19 Mio. Dollar an die Staatsanwaltschaften von New York und Massachusetts gezahlt.

Berichten zufolge blicken die staatlichen Ermittlungsbehörden nun genauer auf Moody’s, die weltweit zweitgrößte Ratingagentur.

Vor diesem Hintergrund ist es fast schon ärgerlich, dass die immer wieder geforderte europäische Ratingagentur nie gegründet wurde. Ratingagenturen scheinen ein gutes Instrument zur Staatsfinanzierung zu sein.

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