Start-up Garage von comdirect

Heute hat mich eine Pressemitteilung erreicht, die für meine Leser interessant sein könnte. Comdirect initiiert als erste Bank eine Start-up Garage für FinTechs. Damit sollen Innovationen im Finanzbereich gefördert werden.

Start-ups und Gründer können ihre Geschäftsidee bei comdirect pitchen. Zunächst sollen ein bis drei Ideen ausgewählt werden, die dann von der Bank Infrastruktur und Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen. Dazu zählen kostenlose Arbeitsräume in Hamburg, Hard- und Software sowie eine monatliche finanzielle Unterstützung.

Weitere Informationen: >> comdirect-garage

Sparkassen-Fachtagung – Nicht Gut

RSGVWährend der Fachtagung Marketing und Vertrieb des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV) durfte ich meine Sorgen bezüglich der Sparkassenorganisation als Keynote-Speaker artikulieren.

Leider (!) steht es um die Sparkassen zur Zeit nicht so gut, wie die aufgestellten Roll-Up-Displays und die Werbegeschenke suggerieren wollen.

Einige meiner Kritikpunkte hatte ich in verschiedenen Beiträgen bereits geäußert (z.B. hier und hier). Freundlicherweise hat mich der RSGV trotzdem – oder gerade deswegen – eingeladen. Für den Vortrag habe ich die Liste noch ein wenig verlängert, aber auch einige Lösungsansätze integriert.

Zum Glück habe ich den Sparkassenmitarbeitern nicht viel Neues erzählen müssen – viele der Kritikpunkte sind in der Sparkassenorganisation bekannt und es wird an Lösungen gearbeitet. Selbstverständlich stießen nicht alle meiner Vorschläge auf sofortige Zustimmung, in Einzelgesprächen im Anschluss wurde aber deutlich, dass auch die Sparkassen sich bewegen wollen.

Problematisch erscheinen mir insbesondere zwei Punkte:
die vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) vorgestellten Lösungen lieferten wenig neue Ideen und
vor allem die extrem hohe Zeitdauer, die zur Einigung auf und Umsetzung von Neuerungen benötigt wird.

Das liegt m.E. an Größe und Aufbau der Sparkassenorganisation. Neue Vorschläge und Konzepte durchlaufen die verschiedensten Ebenen und Verbundstrukturen, ehe -vielleicht- der kleinste gemeinsame Nenner in Angriff genommen wird. Und selbst dann führen möglicherweise einige Sparkassen die Neuerungen nicht, oder erst verzögert, ein. Zusätzlich sorgen Fehlentscheidungen für weitere Probleme.
Ein schönes Beispiel dafür ist der Mobile Payment Anbieter Paydirekt. Um PayPal Konkurrenz zu machen, wollen die deutschen Banken ein gemeinsames System etablieren. Zunächst haben die Sparkassen von einer Mitwirkung abgesehen, um dann ein Jahr später doch mitzumachen. Jetzt kommt es – im Vergleich zu allen anderen Banken – zu einer späteren Einführung des Systems bei den Sparkassen. Das kann sich kein Unternehmen leisten, insbesondere bei der aktuellen Konkurrenz für Kreditinstitute durch FinTechs.

Und ob sich Paydirekt als wirkliche Alternative zu Paypal, Apple Pay etc. etablieren kann, halte ich für fraglich.

Auf der Veranstaltung des RSGV hat sich für mich wieder einmal bestätigt, dass die Sparkassen fähige und kreative Mitarbeiter haben (was ich schon, aber nicht nur, aufgrund meiner eigenen Historie sagen muss). Die komplexe, schwerfällige Organisation verhindert jedoch die schnelle und vollständige Umsetzung jeglicher Neuerungen. Ausserdem befürchte ich, dass sich die Weisheit bewahrheitet, dass wirklich disruptive Ideen nicht aus den althergebrachten, großen Unternehmen hervorgehen.

Die nahe Zukunft wird zeigen, ob die Sparkassenorganisation den Herausforderungen trotzen kann. Ich würde es mir wünschen.

„Tschüs, gute alte Sparkasse“

Die FAZ beschäftigt sich momentan aber wirklich sehr intensiv mit der Sparkassenorganisation. Heute, am heiligen Sonntag, schreibt sie einen Beitrag mit dem Titel „Tschüs, gute alte Sparkasse

In dem Longread werden ausführlich viele Schwierigkeiten der Sparkassen dargestellt. Insbesondere die Kostenstruktur, die ich auch in meinem Capital-Beitrag erwähnt habe, wird genau beleuchtet. Die FAZ benennt das Problem des überbordenden – und damit teuren – Overhead der Organisation:

Die Sparkassen leisten sich viele kostspielige Zentralinstitute mit Vorständen und Verwaltung. Sieben Landesbanken, neun Landesbausparkassen, elf Versicherungsgruppen und elf regionale Sparkassenverbände wirken wie aus der Zeit gefallen.

In einem Blogpost von Anfang 2009 („Staatliche Kreditwirtschaft?“) hatte ich bereits meine Hoffnung geäussert, dass sich auch in der Sparkassenorganisation die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass maximal drei Landesbanken ausreichen. Leider hat sich diese Hoffnung während der letzten sechs Jahre nicht erfüllt. Möglicherweise muss die Situation erst weiter eskalieren, bis sich diese Einsicht bei Sparkassen – und Politik – durchsetzt. Denn man darf nicht vergessen, dass Sparkassen und Landesbanken öffentlich-rechtliche Institute sind, deren Positionen auch gerne mal politisch besetzt werden. Bei Reduzierung des Overheads würden einige Posten, die (Ex-)Politiker versorgen, obsolet.

Und abschliessend noch einen kurzer Hinweis zur Refinanzierungssituation, die die FAZ recht emotionslos beschreibt, obwohl sie in der Vergangenheit bereits zum Zusammenbruch einer sparkassen-ähnlichen Organisation geführt hat. Sparkassen vergeben zur Zeit langfristige Kredite mit niedrigem Zinssatz, z.B. 10-jährige Kredite zu 2%. Das Geld, um diese Kredite vergeben zu können, erhalten sie von ihren Einlegern. Die Anleger parken ihre Gelder auf Girokonten, Tagesgeldern, Festgeldern oder Sparbüchern (ja, immer noch!). Dies sind kurzfristige Anlagen, die z.Zt. mit 0,1 – 0,5% sehr niedrig verzinst werden.

Die geringe Marge wurde bereits thematisiert. Was noch nicht erwähnt wurde, ist die verheerende Situation für die Sparkassen, sobald die Zinsen wieder steigen sollten. Dann haben sie langfristige Kredite zu 2% vergeben und müssen sich zu höheren Zinsen refinanzieren. Genau diese Situation führte in den 80er Jahren zum Zusammenbruch der Savings & Loan Associations in den USA.

Ich hoffe wirklich, dass die Sparkassenorganisation nun endlich anfängt, ihre Kosten zu reduzieren und neue Ertragsquellen zu generieren, bevor es zu einer Situation wie damals in den USA kommt. Die Sparkassen sind eine wichtige Säule des deutschen Banksystems, wenn nicht die wichtigste. Daher erschreckt es mich, wenn nicht die aktuellen Herausforderungen angegangen werden, sondern das bisherige Vorgehen weitergeführt werden soll – zur Not mit staatlicher Unterstützung.

 

Investitionsstau oder EK-Finanzierung?

Gerade habe ich an dieser Stelle über eine Studie des Deutschen Sparkassen-und Giroverbands (DSGV) berichtet, in der Sparkassenpräsident Fahrenschon zu den Ergebnis kommt, dass im deutschen Mittelstand – aufgrund geringerer Kreditnachfrage bei den Sparkassen – ein Investitionsstau herrsche und die KMU „ins Hintertreffen“ geraten könnten.

Heute berichtet Springer Professional über die gleiche DSGV-Studie. Die Autorin kommt jedoch zu einem deutlich anderen Ergebnis als der Sparkassenpräsident. Aufgrund der Finanzkrise setzten mittelständische Unternehmen seit 2009 stark auf Finanzierung durch Eigenmittel. Bei Fremdkapitalfinanzierungen entscheiden sie sich in erster Linie für Bankkredite und nicht für Finanzierungen über den Kapitalmarkt. Und wieder wird DSGV-Präsident Fahrenschon zitiert. Dieses Mal mit der Aussage, dass der klassische Hausbankkredit für KMU ein bewährtes Finanzierungsinstrument sei.

Kann er sich mal entscheiden? Investitionsstau oder nicht?

Völlig unverdächtig ist das folgende Zitat von Fahrenschon: „Eine Öffnung der Kapitalmärkte geht bei diesen Unternehmen am Bedarf vorbei.“

Logisch.
Die Kapitalmärkte – mit ihren günstigeren Finanzierungsalternativen – müssen nicht für KMU geöffnet werden. Das wollen die doch gar nicht. Die wollen einen schönen Bankkredit von ihrer Hausbank. Und die Anleger bekommen ein Sparbuch.

Ich hoffe, dass zumindest intern bei den Kreditinstituten ein Umdenken stattfindet. Allerdings freue ich mich auch auf Fintechs, die den verkrusteten Markt hoffentlich bald aufmischen. Die Banken wollen wohl ihr altes Geschäftsmodell verteidigen und nicht innovativ werden.

Kundenvertrauen in Banken? Nope.

Die Unternehmensberatung steria mummert consulting hat einen Branchenkompass Banken 2014 veröffentlicht. Als Hauptergebnis wird genannt, dass die Banken sich untereinander wieder vertrauen. Die Bereitschaft zur Kooperation läge wieder auf Vorkrisenniveau.

Das Kundenvertrauen sei jedoch verloren und lasse sich in absehbarer Zeit nicht zurückgewinnen, so 2/3 der Bankenvertreter.
Da frage ich mich doch: das nehmen die Banken jetzt einfach so hin? Gibt es Gegenmaßnahmen, um wieder Vertrauen aufzubauen? Oder reicht es den Kreditinstituten, wenn sie zumindest wieder miteinander spielen?
Gerade habe ich über die BIZ-Studie berichtet, die besagt, dass das Privatkundengeschäft wesentlich ertragreicher und weniger volatil als das Investmentbanking ist. Und die Banken sagen einfach: uns vertraut eh keiner und das wird sich auch nicht so schnell ändern.

Als wäre diese Haltung noch nicht genug, um offenen Auges ins Verderben zu laufen….nein, der Zahlungsverkehr – als Verbindung zum Bankkonto und damit zum Kunden – wird bedroht von Internet- und Mobilfunk-Zahlungssystemen. Die Banken wissen auch, was sie eigentlich machen müssten. Und die fachlichen und technischen Fragen sind geklärt.
Aber: sie können sich nicht auf einen gemeinsamen Standard einigen.

Und dann kommt noch die Konkurrenz von jungen Finanz-StartUps hinzu. Was machen die Banken diesbezüglich?
Sie wissen es nicht!
Sind die Fintechs Konkurrenz? Sollte man mit ihnen kooperieren? Oder vielleicht doch besser den Kopf in den Sand stecken?
Lassen wir den Kreditinstituten noch etwas Zeit, um darüber nachzudenken. Paypal, Apple Pay und Konsorten….braucht und nutzt doch kein Mensch.

Was soll man dazu noch sagen? Hoffen die Banken, dass das böse Internet wieder verschwindet, wenn sie nur ganz fest die Augen zumachen? Oder dass der Steuerzahler ihr Geschäftsmodell in alle Ewigkeit rettet? Dass die Kunden hinnehmen, dass die Banken das verlorene Vertrauen einfach verloren geben, ohne wenigstens den Versuch zu unternehmen, es wiederherzustellen?

Ich verstehe das nicht – vielleicht gibt es ja Erklärungsansätze in den Kommentaren.

[Kurzer aktueller Nachtrag: How LendingClub aims to end banking as we know it]

Privatkundengeschäft > Investmentbanking

Einer Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zufolge ist das Privatkundengeschäft rentabler als das Investmentbanking.

Für die Studie untersuchte die BIZ die Kapitalrendite von mehr als 200 Banken über die Jahre 2005 bis 2013. Als Ergebnis stellte sich heraus, dass das vermeintlich langweilige Privatkundengeschäft einen durchschnittlichen Return on Equity (RoE) von 12,5% aufwies. Das wesentlich riskantere und volatilere Investmentbanking erwirtschaftete nur 8,1% bei höheren Kosten.

Aus meiner Sicht spricht das Ergebnis dieser Untersuchung auch für die Beibehaltung des Universalbankensystems. Die höheren Risiken und die – zumindest im Untersuchungszeitraum – geringere Rendite des Investmentbankings kann durch die weniger schwankenden – und höheren – Renditen im Retailbanking abgefedert werden.

Diese Diversifikationsmöglichkeit für Kreditinstitute halte ich für sinnvoll. Das bedeutet jedoch nicht, dass Banken immer wieder vom Steuerzahler gerettet werden sollten. Die in der letzten Zeit immer wieder diskutierte Trennung von Retail- und Investmentbanking erhöht m.E. für beide Bereiche das Risiko und ist nicht zielführend.

(Quelle: ManagerMagazin)

Update Projekt #fiblo12 – Now What?

Nachdem ich an dieser Stelle vor einiger Zeit das auf Twitter initiierte Projekt #fiblo12 – Blogger fördern das Finanzwissen – aufgenommen habe, ist einiges an positivem Feedback seitens potenzieller Autoren gekommen.
Meine auf tricider online gestellte Umfrage verlief dann aber etwas mau. Als Ergebnis kann ich zusammenfassen:
einige Autoren haben gute Themenvorschläge eingebracht. Stimmen (2!) hat das Thema „Rendite vs. Risiko beim Sparen“ von Sebastian Theophil erhalten.

NOW WHAT?

Wie soll es jetzt weitergehen?
Soll es überhaupt weitergehen, oder wollen wir auf unseren eigenen Blogs weiter alleine vor uns hinschreiben?

Ich persönlich finde die Vernetzung der Wirtschaftsblogger weiterhin wichtig und #fiblo12 wäre eine gute Gelegenheit dazu.
In den nächsten Tagen werde ich hier nochmal eine Liste aller interessierten Blogger online stellen – dann können wir das weitere Vorgehen abstimmen.
Status Quo ist m.E. folgender:
– eine Übersichtsseite, auf der alle Beiträge aufgeführt und verlinkt werden. Zum Hosting gab es schon zwei Freiwillige.
– es wurde eine Art Qualitätssicherung vorgeschlagen – hier müssen wir uns über die Umsetzung klar werden.
Weitere Themen und Autoren wären hilfreich, wenn wir wirklich pro Autor (und Quartal?) einen Beitrag bringen wollen.

Ausserdem hatte ich schon erwähnt, dass die Verlagsgruppe Handelsblatt ein ähnliches Projekt – Wirtschaftswissen für Schülerinnen und Schüler – im Programm hat. Gibt es da Möglichkeiten zur Zusammenarbeit? Wenn ich bei meinen Twitterkontakten gucke, ist diese Verlagsgruppe ja recht netzaffin…..

Ich freue mich auf Vorschläge zum weiteren Vorgehen – hier oder via Twitter.

High Frequency Trading, Arbitrage und Spekulation

Nachdem ein Großteil meiner letzten Posts eher monothematisch war, bekam ich heute auf Twitter die Inspiration zu einem Nicht-Rating-Beitrag.
Ursprüngliches Thema war das High Frequency Trading (HFT), das zu einem „flash crash“ in 2010 geführt hat. Neben mir (@ABuschmeier) beteiligten sich an der Diskussion: @TeraEuro @BlickLog @PatrickBernau und @rszbt – ihr Blogbeitrag hat mich zu meinem bewogen.

An dieser Stelle möchte ich kurz zusammenfassen, wie ich (und ein großer Teil der Wissenschaftler) die Begriffe Arbitrage und Spekulation verstehen.

Arbitrage ist, bezogen auf die Finanzmärkte, das Erkennen und Ausnutzen von (meist geringen) Preisunterschieden auf verschiedenen Märkten. Sieht ein Arbitrageur beispielsweise, dass an der Börse Frankfurt die Aktie X zu 100,00 Euro gehandelt wird und an der Stuttgarter Börse zu 99,90 Euro, so kann er risikolos Gewinn erzielen. Zeitgleich kauft er in Stuttgart und verkauft in Frankfurt – er hält also keine offene Position.
Auf den – trotz aller Kritik – relativ effizienten Finanzmärkten sind solche Preisdifferenzen i.d.R. sehr gering und nur kurzfristig. Arbitrage sorgt also dafür, dass sich auf allen Märkten ein einheitlicher Preis einstellt, z.B. 99,95 Euro als „korrekter“ Preis in Frankfurt und Stuttgart. Ist man schnell genug und handelt große Volumina kann sich das durchaus lohnen.
Die Aussicht für Privatanleger, auf diese Art und Weise risikolos Geld zu verdienen, ist jedoch sehr gering. Der automatisierte Computerhandel gleicht diese Preisdifferenzen in Sekundenbruchteilen aus. Und das geht so schnell, dass es nicht nur auf die Geschwindigkeit der Leitung zum Börsenserver ankommt, sondern auf die Entfernung des eigenen Servers zur Börse.
Arbitrage, die einen Teil des HFT ausmacht, führt also zu einheitlichen Preisen auf allen Märkten und sorgt daher für Markteffizienz.

Spekulation ist eine völlig andere Geschichte. Wie in rszbt’s Blogbeitrag beschrieben, wird offensichtlich nicht nur in Deutschland dieses Wort vermieden, da es eine negative Konnotation (erhalten) hat (von entsprechenden Interessengruppen). So müssen die „bösen“ Spekulanten bestraft werden, z.B. mittels einer Finanztransaktionssteuer. Allerdings sorgen auch Spekulanten dafür, dass sich der „korrekte“ Preis z.B. einer Aktie schneller einstellt als ohne Spekulation. Dabei ist Spekulation immer mit einer offenen Position und daher, im Gegensatz zur Arbitrage, mit Risiko verbunden. Ein Spekulant kauft also beispielsweise die Aktie Y, weil er überzeugt ist, dass deren Preis in Zukunft steigt – auf den von ihm unterstellten „korrekten“ Preis. Handeln viele Marktteilnehmer (oder einer mit entsprechendem Volumen) gleichgerichtet, so stellt sich bald der vermeintlich korrekte Preis ein. Und zwar schneller, als ohne diese „böse“ Spekulation. Liegt der Spekulant mit seiner Annahme des richtigen Preises für Aktie Y falsch, verliert er Geld. Und wenn er das ein paar Mal macht, also ein schlechter Spekulant ist, muss er sehr bald „aus dem Markt austreten“ (ökonomisch für: er ist pleite).

Beides trägt also – zumindest in der Theorie – zur Informationseffizienz der Kapitalmärkte bei.

Was natürlich keinesfalls geschehen darf, ist, dass schlechte Spekulanten gerettet werden. Z.B. durch den Staat, weil sie ein zu großes Rad gedreht haben und damit eine gesamte Volkswirtschaft in Gefahr bringen (too-big-to-fail).
Spekulation ist daher m.E. völlig in Ordnung, solange nur das eigene Geld verzockt wird.

(Und in der nächsten Folge dieser Aufklärungsreihe erkläre ich „Hedging“)